FUSS- & RADWEGBRÜCKE · BERLIN · TANGENTIALVERBINDUNG OST
Ringbrücke TVO – B1/B5
Über dem neuen Knotenpunkt der Tangentialverbindung Ost mit der B1/B5 liegt ein kreisrunder Ring für den Fuß- und Radverkehr, der alle vier Quadranten der Kreuzung miteinander verbindet.
Das Tragwerk ist ein kreisförmiger Fachwerkträger, der als innerer Ring das Brückendeck trägt und damit ein klassisches System radial umdeutet. Weil die Diagonalen dem Kreis folgen, entsteht ein räumlich verflochtenes Netz, das an einen geflochtenen Weidenkorb erinnert und das Bauwerk ohne zusätzliche Pylone oder Bögen auskommen lässt. Getragen wird der Ring von nur je einem Stützenpaar entlang der B1/B5, sodass er über dem Kreuzungspunkt zu schweben scheint und die Fahrbahnen frei bleiben. Schwierig ist die Höhenentwicklung, weil der Ring das Lichtraumprofil über der Bundesstraße freihalten und trotzdem mit durchgehend barrierefreien Neigungen an allen vier Ecken den Boden erreichen muss, während jeder Knoten des Fachwerks in einem anderen Winkel liegt. Dazu kommt die Abstimmung mit dem parallel geplanten Straßenknoten, dessen Geometrie sich während der Planung mehrfach verändert hat. Für KRP Architektur habe ich in den frühen Leistungsphasen an der Objektplanung mitgearbeitet und das Tragkonzept im 3D-Modell entwickelt.
- ROLLE
- Objektplanung, LP 2–3
KRP Architektur - AUFTRAGGEBER
- Senatsverwaltung Berlin
- NUTZUNG
- Fuß- und Radwegbrücke
- PARTNER
- Grassl Ingenieure
VIC Planen und Beraten - ZEITRAUM
- 2019 – 2024
- BAUKOSTEN
- ca. 4,9 Mio. € (geschätzt)
- STATUS
- In Planung