BRÜCKENBAU · BAD NENNDORF · LAGA 2026
Geh- und Radwegbrücke Bad Nenndorf
Am Erlengrund in Bad Nenndorf führt eine integrale Stahlbrücke den Fuß- und Radverkehr über die B 65 und verbindet die beiden Teile der Kurparkanlage, die die Bundesstraße bislang trennte.
Auf Höhe der Baumkronen wird die Querung selbst zum Weg, vergleichbar einem Baumwipfelpfad, und ersetzt die frühere Ampelquerung. Über die Verkehrsfunktion hinaus wirkt das Bauwerk als Tor, denn wer die Bundesstraße passiert, fährt unter dem Tragwerk hindurch, das dem Ort von weither eine eigene Silhouette gibt. Der Überbau ist ein Stahl-Hohlkasten, als Sprengwerk und Durchlaufträger mit betonter Mittelstützweite ausgebildet und auf Einzelstützen abgesetzt. Die Stahlsegmente werden vorgefertigt, mit dem Kran über Hilfsstützen eingehoben und vor Ort verschweißt, was die Bauzeit verkürzt und den Eingriff in die Landschaft klein hält. Anspruchsvoll war die Lage im Heilquellenschutzgebiet, die eine Tiefgründung ausschließt, zusammen mit dem größtmöglichen Schutz der Bestandsbäume, der jeden Stützenstandort und die Baustelleneinrichtung vorgab. Daraus entstanden asymmetrisch gestellte, schmale Stützen und die in das Tragwerk integrierte Treppe, die ohne eigenes Fundament auskommt. Dunkel beschichtet wirken die Stützen wie dünne Baumstämme und lassen den hellen Überbau darüber schweben. Für KRP Architektur habe ich die Objektplanung von der Grundlagenermittlung bis zur Vergabe geleitet und die Geometrie des Bauwerks im 3D-Modell ausgearbeitet.
- ROLLE
- Projektleitung Objektplanung, LP 1–6
KRP Architektur - AUFTRAGGEBER
- Stadt Bad Nenndorf
- NUTZUNG
- Geh- und Radwegbrücke
- PARTNER
- EiSat
Fugmann Janotta Partner - ZEITRAUM
- 2023 – 2026
- BAUKOSTEN
- 6,5 Mio. €
- KONSTRUKTION
- Stahl-Hohlkasten, 14 vorgefertigte Montageteile
- STATUS
- Fertiggestellt 2026